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HANDWERKSGESELLE 4.0 – DIE ZUKUNFT ATTRAKTIV AM POINT OF SALE ALS DENKFABRIK GESTALTEN

Wie arbeiten SHK-Fachkräfte in wenigen Jahren, wenn sie durch Assistenzsysteme unterstützt werden, die ihnen schwere Arbeiten erleichtern oder Detailkenntnisse per Datenbrille vor Augen führen? In einem mehrjährigen Forschungsprojekt erprobt das SHK-Handwerk alltagstaugliche Lösungen für die Badsanierung. Ab dem 11. März lassen sich auf der Messe ISH in der Werkstatt Bad erste Eindrücke gewinnen.

Der ZVSHK startete das Projekt „Handwerksgeselle 4.0“ im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunftsfähige Unternehmen im digitalen Wandel“ (Experimentierräume – EXP)“ des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.   
Hierzu werden in den kommenden drei Jahren innovative digitale Assistenzsysteme für den Montage- und Wartungsprozess speziell für Beschäftigte in SHK-Handwerksbetrieben entwickelt. Zunächst werden die Prozesse der Badsanierung betrachtet.
Dafür wird ein betrieblicher Experimentierraum, das sogenannte HandwerkerLab, geschaffen. In ihm werden technische Systeme, die den Alltag erleichtern sollen, gemeinsam mit den Beschäftigten weiterentwickelt sowie in realitätsnahen Laborumgebungen und auf Baustellen getestet.
Bereits während der Projektphase kann die Fachöffentlichkeit von Zwischenergebnissen profitieren, denn der ZVSHK wird die Website www.hwg40.de zur nachhaltigen Wissensplattform für die betriebliche Nutzung im SHK-Handwerk ausbauen. Erste Infos sind zunächst unter www.arbeitenviernull.de/experimentierraeume/gefoerderte-projekte/inqa-experimentierraeume/handwerksgeselle-40-hwg-40.html abrufbar.  

Zu den Zielen des viel versprechenden Projektes gehört es, neue Möglichkeiten der Wahrnehmung und Wissensvermittlung aufzuzeigen: Wenn nämlich der Fachhandwerker bei seiner Arbeit vor Ort eine Datenbrille (als kognitives Assistenzsystem) nutzen kann, um beispielsweise besondere Detailkenntnisse für die Montage oder Wartung von Geräten abzurufen, führt dies zu einer qualitativen Verbesserung der Arbeitsorganisation im Handwerksunternehmen.
Doch die praktische Hilfe auf der Baustelle lässt sich noch erweitern. Zur sicheren, gesunden und motivierenden Arbeitsplatzgestaltung tragen z.B. physische Unterstützungssysteme bei. Sogenannte Exoskelette erleichtern das Anheben und Halten von schweren Bauteilen, sodass auch weniger kräftige männliche und weibliche Fachleute Arbeiten ausführen können, die ihnen sonst nicht möglich wären.
Zudem kann diese Entlastung auf körperlicher Ebene im Handwerk häufig auftretenden Krankheitsbildern (wie beispielsweise Muskel-Skelett-Erkrankungen) entgegenwirken.

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann ist davon überzeugt, dass die bis Oktober 2021 laufende Erprobung dem SHK-Handwerk in mehrfacher Hinsicht nützt: „Unser Forschungsprojekt bringt den innovativen Einsatz digitaler Systeme zur Unterstützung der Geschäftsprozesse im Handwerk entscheidend voran. Zugleich werten wir dadurch das Image der von uns vertretenen Handwerksberufe auf und wirken so dem Fachkräftemangel entgegen.“

Der ZVSHK führt das Projektkonsortium bestehend aus den Unternehmen: exoIQ GmbH (Kernkompetenz: Physische Assistenz), Tillerstack GmbH ((Kernkompetenz: Kognitive Assistenz) und dem Handwerksunternehmen Hans Schramm GmbH & Co. KG.